Seite auswählen

Gesundheits-Hacks (Teil 2)

„New Age“-Yoga für Diabetiker mit Kraft und Karma

 

Yoga ist eine Art New Age-Lebenseinstellung geworden. Im schnelllebigen Rhythmus der Zeit bemühen sich scheinbar viele Menschen mit Yoga Ihre verloren gegangene Kraft wieder aufzutanken und ihr Karma positiv zu beeinflussen.

Yoga wird auch als eine Sportart verstanden, vielmehr jedoch handelt es sich um eine philosophische Lebenshaltung, die darüber hinaus beim Entgiften und Entspannen helfen soll.

Nachdem ich mich tiefer mit der Materie Yoga beschäftigt habe, habe ich begonnen, passende Yoga Übungen für Diabetes ausfindig zu machen. Übungen, die auf die Kernprobleme des Diabetes eingehen.

Diabetes betrifft schließlich alle Organe

Jeder Diabetiker hat andere Schwerpunkt-Probleme. Der eine kämpft vielleicht mit dem Herzen, andere mit dem Darm, viele auch mit ihren Nerven oder der bekannten Osteoporose.

Wir alle haben aber sicherlich ab und zu das Bedürfnis von unserem Diabetes loslassen zu wollen. Loslassen von der ständigen Blutzuckerkontrolle, von der Angst der bevorstehenden Folgeerkrankungen, der Risiken, der Verantwortung… uns und unseren Angehörigen gegenüber.

In diesem – ersten – Blog alle Herausforderungen des Diabetes anzupacken, wäre vermessen. Doch hier und heute kommt der Anfang des „New Age“-Yoga für Diabetes mit Kraft und Karma!

 

 

Kraft und Karma

 

Meine Freundin Conny praktiziert seit 6 Jahren Yoga. Sie liebt Hatha Yoga und das einhergehende Gefühl der Energie.

Für Conny ist Yoga durch die sogenannten „Asanas“ (Übungen) ein Ausdruck von innerer sowie äußerer Kraft.  Die Asanas bestehen im Wechsel aus dem Anspannen und Loslassen verschiedener Körperregionen sowie dem Atem selbst.

Darüber hinaus glaubt Conny, dass man mit der Lebenseinstellung, die über die Yoga-Philosophie vermittelt wird, sein Karma aktiv beeinflussen kann. Die Lebensphilosophie des Yoga strebt eine bewusste Ernährung an, sowie selbstloses Handeln und einen positiv-herzlichen Umgang mit seinen Mitmenschen und sich selbst.

Hatha Yoga ruft nach einigen Übungen ein Level der Meditation hervor. Aus dieser hat Conny so viel Kraft gewonnen, dass sie sich vor zwei Jahre dazu entschieden hat, Yoga professionell zu lernen und als Trainerin weiterzugeben. Daraus entstand schließlich Connys Business-Name „Kraft und Karma“. (www.kraftundkarma.de)

Conny unterrichtet neben Hatha Yoga auch die Richtung Vinyasa Flow, sowie Schwangerschaftsyoga und Yoga zur Rückbildung.

Conny und ich finden die Idee gut, die Yoga Richtungen auf den Diabetes auszurichten. Im nächsten Jahr gehen wir somit noch gesondert auf die einzelnen Yoga-Richtungen ein. Heute jedoch geht es im ersten Schritt darum, Yoga für Diabetiker kennen zu lernen und eine kleine Durchmischung vorzustellen.

 

 

 

Ein Yoga-Überblick für Diabetiker

 

Yoga wird häufig auch als Hilfe zur Selbsthilfe wahrgenommen. Viele Menschen wünschen sich eine Linderung ihrer Beschwerden.

Bei Typ1-Diabetikern handelt es sich in erster Linie um Menschen, die viel Stress und Ängsten ausgesetzt sind und zudem häufig unter Schlafproblemen leiden. Unsere Pankreas sind abgestorben und unsere Blutbahn – trotz Gegensteuerung – überzuckert, so dass alle Organe betroffen sind.

Nachfolgend ein kleiner Überblick jener Yoga-Stile, die insbesondere diese Diabetes-Bedürfnisse ansprechen:

 

Hatha Yoga

Wenn der Körper mit dem Geist im Einklang stehen soll, wendet man Hatha Yoga an. Hatha-Yogaübungen sind als begleitende Therapie hilfreich, sowie für die Gesundheitsvorsorge. Angewendet wird Hatha insbesondere bei Rücken-, Verdauungs- und Kreislaufbeschwerden. Auch auf Depressionen hat Hatha Yoga einen positiven Effekt (Quelle:  Aus einem Interview mit Dr. Andreas Michalsen, Professor für klinische Naturheilkunde an der Charité Berlin im Buch „Ganzheitliche Hilfe bei Alltagsbeschwerden“ von Anna Trökes).

Vinyasa Flow ist eine fortgeschrittene Variante, in der die Übungen exakt und synchron mit der Atmung ausgeführt werden. Damit zielt diese Richtung darauf ab mit Konzentration und Bewusstsein zur Ruhe zu gelangen. Vinyasa Flow ist vor allem dann eine gut geeignete Yoga-Richtung, wenn man bereits sportlich aktiv ist und etwas Yoga-Erfahrung mitbringt.

Schwangerschaftsyoga und Rückbildungsyoga ist sanft, mit dem Fokus auf die Atmung. Hier geht es allem darum, durch Meditation zur Ruhe zu kommen.

Yin Yoga / Nidra Yoga

Für sehr gestresste Menschen oder jenen mit Schlafproblemen empfiehlt Conny „Yin Yoga oder Nidra Yoga“. Hier wird der Fokus auf totale Entspannung und das Loslassen von Muskeln gelegt.

„Beim Yin Yoga sollten die Übungen durchschnittlich 3-5 Min. gehalten werden, damit der Körper abschalten und der Geist versuchen kann, zur Ruhe zu finden“, so Conny. „Yin Yoga beruhigt sehr stark. Dadurch dass die Atmung ruhiger wird, löst es Verspannungen selbst in den Organen auf,“ führt Conny aus.

Des Weiteren erklärte Conny, dass besonders junge Menschen Power Yoga oder Ashtanga praktizieren können. Diese Richtungen seien sehr anspruchsvolle und herausfordernde Stile. Es handele sich kurzweilige Yoga-Übungen die Energie geben und auspowern.

„Alle gewünschten Ergebnisse werden jedoch nur bei durch regelmäßige Praxis erzielt,“ erklärt Conny.

Um wirklich eine nachhaltige Wirkung zu erfahren, sollte man – egal welchen Yoga Stil – ehrlicher Weise täglich durchschnittlich 15 Minuten üben.

 

 

Achtsamkeit – Die Essenz des Yogas

 

Eine bewährte Methode der Stressbewältigung – gleich welcher Art – ist Achtsamkeit – die Essenz des Yogas.

Achtsamkeit macht uns präsent und aufmerksam für das, was gerade um uns herum und in uns selbst geschieht.

Die Verbindung von Beobachtung und Reflexion hilft uns, eine Situation – wie unseren Diabetes – von einer anderen Perspektive aus zu betrachten.

Anders als mit unseren „Diabetes-Tagebüchern“ unterstützt uns dieser Perspektivenwechsel dabei, unsere Handlungen und Reaktionen mit Hinblick auf unser Wohlbefinden von innen heraus zu überdenken.

Achtsamkeit hilft uns zu erkennen UND anzuerkennen, was gerade bei uns schief läuft. Beispielsweise Frustessen, daraus resultierende, hohe Blutzuckerwerte oder ständige Schlaflosigkeit, die vielleicht mit Niedergeschlagenheit und Despression zum Ausdruck gebracht wird.

Ohne Achtsamkeitsübung kein Yoga. Die beiden gehören zusammen. Das schöne ist, dass man Achtsamkeit durch Yoga erlernen kann. Das wird durch die Körper-, Atem- und Meditationsübungen geschult.

 

 

Yoga als Detox-Kur

 

Detox bedeutet entgiften. Der menschliche Körper reinigt sich in der Regel selbst und scheidet unerwünschte Stoffe über die Ausscheidungsorgane Leber, Nieren, Darm und Haut wieder aus.

Ob über unsere Ernährung, Umweltifte oder unsere Medikamente wie dem Insulin – wir nehmen heute alle viel zu viele Gifte und Schadstoffe auf, so dass der Körper sie nicht mehr vollständig ausscheiden kann.

Viele Yoga Übungen wirken wie eine Massage der inneren Organe. Bei einigen Übungen wirkt das wie eine Art Detox-Kur und schwemmt Schadstoffe und Verunreinigungen im Körper aus.

Das liegt daran, dass die Körperzellen durch die vom Yoga beeinflussten Kontraktionen angeregt werden sich zu erneuern. Außerdem wird dadurch die Blutzirkulation verbessert.

Tolle Übungen für die hausgemachte Detox-Kur sind Drehhaltungen oder aber auch bewusste Atemübungen wie die tiefe Bauchatmung.

 

 

Yoga-Sequenz für Diabetiker

 

Zunächst möchte ich Euch Conny von Kraft und Karma (www.kraftundkarma.de) persönlich vorstellen:

 

 

In der ersten Übung wird der Fokus auf die Entspannung gelegt. Es ist eine sanfte Praxis für die Lösung von Verdauungsproblemen und Angstzuständen. Der enthaltene Twist „quetscht“ zudem Schadstoffe aus den Zellen.

 

 

Nach einiger Zeit gelingt es, die Atmung zu vertiefen und direkt in den Bauchraum zu schicken. Dort liegt der Philosophie nach das Solarplexus Chakra. Dieser Bereich ist für unbewusste Handlungen („aus dem Bauch raus“), für Ängste („schlägt auf den Magen“) und für unsere Identität verantwortlich.

Yoga Vierfüsslerstand

 

Diese Übung hilft Ängste zu lösen, das Herz zu öffnen und eventuelle Traumata die im Herzen verwurzelt sind los zu lassen. Da Ihr tief in den Brustraum atmet, kann man hier neues Selbstbewusstsein schaffen bzw. das bestehende stärken.

 

 

Diese Übung heißt Cobra. Sie massiert den Bauchraum und die inneren Organe. Das ist gut bei der Entgiftung, aber auch bei schlichten Verdauungsproblemen. Darüber hinaus öffnet auch diese Übung die Brust und Schultern.

Yoga Abschlussübung „Das Kind“

 

Die vorerst letzte Übung wird „Das Kind“ genannt und ist auch als Ausgleichsübung bekannt. Hierbei beruhigen und ordnen wir unsere Gedanken. Wir atmen tief in die Enge des Bauchraums. Diese Übung verschafft Entspannung pur und hilft uns loszulassen.

 

 

Bitte um Feedback

Bitte lasst mich wissen, wie Ihr das Thema „Yoga für Diabetiker“ findet?

Haben Euch die Übungen Spaß gemacht? Seht Ihr die Möglichkeit sowas in Euren Alltag zu integrieren?

Unter welchen Beschwerden leidet Ihr?

Gerne finden Conny und ich noch mehr passende Übungssequenzen für Diabetiker!

 

Viel Freude und bis bald

 

Eure Vivi